Generativität bezeichnet die menschliche Fähigkeit, individuell und kollektiv um das gegenseitige Angewiesensein der Generationen zu wissen und dies im individuellen und kollektiven Handeln umsetzen zu können, zu sollen und zu wollen.

Familien – Generationenbeziehungen

1989 richtete das Land Baden-Württemberg an der Universität Konstanz einen Forschungsschwerpunkt «Gesellschaft und Familie» ein, dessen Tätigkeit in der Folge laufen durch Arbeitspapiere dokumentiert wurde (Zf. 8). Ferner liegen zwei Buchpublikationen vor:  
Den familienwissenschaftlichen Arbeiten lagen folgende Orientierungen zugrunde:
Was den mehrdeutigen Begriff der Generation betrifft, kennzeichnen folgende Prämissen, die gemeinsam von mir mit anderen entwickelte Perspektive (Zf. 1.18, Zf. 2.7):
Diese Einsichten verweisen auf die Notwendigkeit des «Dialogs zwischen den Generationen» (4.94) und einer Generationenpolitik (4.85, 4.87)Zusammenfassende Analysen demographischer und soziologischer Daten überwiegend monographische Art zu den Themen Familien und Familienpolitiken beziehen sich auf Deutschland (Zf. 1.7, Zf. 1.11, 4.56, 4.65, 4.70, 5.33) und die Schweiz (Zf. 1.8, Zf. 1.12, Zf. 1.19, Zf. 2.3, Zf. 2.6).Die internationale Zusammenarbeit in diesem Feld dokumentieren zwei Sammelbände, die in der Folge von Symposien am Konstanzer Forschungsschwerpunkt entstanden (Zf. 2.3, Zf. 2.6) sowie das im internationalen Netzwerk «Generationes» (gegründet 2014) in mehreren Schritten entstandene Kompendium «Generationen, Generationenbeziehungen, Generationenpolitik», zuletzt in 17 Sprachen in einem simultanen Format (2.14).

In einem Aufsatz zum Thema Heute Familie definieren? - Reproduktive Assistenzen provozieren Ambivalenzen in der Zeitschrift Familiendynamik 3/2025 (Publikationen, Zeitschriftenbeiträge Nr. 5.94) wird dargestellt, dass sich das Verständnis von Familien zusehends auf Generativität und dementsprechend die Beziehungen zwischen Kindern und Eltern verlagert. Dementsprechend wird S.261 folgende Definition vorgeschlagen: «Familie bezeichnet die Formen des Gestaltens privater Generativität, die in einer Gesellschaft anerkannt, geregelt und geordnet, also zu einem bestimmten Zeitpunkt als solche institutionalisiert sind.»